warum imkern

Warum imkern?

Wintereinfütterung von Honigbienen?

 

Ein Bienenvolk sollte vor dem Einwintern aus 12000 bis 15000 Bienen bestehen, 12 bis 20 kg Futtervorrat sowie zwei bis drei Pollenwaben aufweisen. Diese Völker halten auch strengen Witterungen und erheblicher Kälte stand. Gegen Ende des Winters nimmt der Futterverbrauch im Bienenvolk zu und der Einzelfutterbedarf der Biene sinkt.

Ein Bienenvolk würde verhungern sobald es alle Vorräte aufgebraucht hat. Dabei wird auch der letzte Tropfen an verfügbarer Nashrung unter den einzelbienen geteilt, jedoch zehren diese schon aus. In einem Verzweiflungsakt werden anschließend die Brutmaden und Puppen ausgesaugt. Gibt es immer noch kein Futterangebot so verkriechen sich die geschwächten Bienen mit letzter Kraft in den Wabenräumen. Beim Nachschauen kann der Imker dann die Hinterleiber der gestorbenen Bienen erblicken und erkennt so die Ursache für das Sterben des Bienenvolkes. Ist noch ein Zucken zu erkennen, kann in einer Notfallmaßnahme das Volk noch gerettet werden. Dazu reicht es jedoch nicht, einfach eine Futterquelle bereitzustellen bzw. aufzufüllen, da die Bienen bereits viel zu schwach sind, um diese zu erreichen. Die Bienen müssen mit Zucker- oder Honiglösung beträufelt werden und Futterwaben zugegeben werden. Bis sich ein Volk erholt dauert es eine Zeit, da die nächsten schlüpfenden Bienen erst nach weiteren drei Wochen verfügbar sind.


Die Bienen besorgen sich grundsätzlich ihre benötigten Nährstoffe selbst, durch die Honigentnahme ist es aber erforderlich die Bienen zu füttern., Honig stellt dabei eine natürliche Futterquelle dar, ist jedoch nicht gleichermaßen geeignet. Stark kristallisierende Sorten können in langen Kälteperioden für einen Flüssigkeitsmangel sorgen und damit zu Problemen führen. Auch Tauhonig ist wenig geeignet, da die Verdauungsrückstände recht groß sind und das entstehen von Ruhr gefördert wird. Am besten eignen sich zur Überwinterung daher Zucker- und Invertzuckerlösungen. Die benötigten Vitamine und Mineralstoffe nehmen die Bienen durch bereitgestellte Pollenwaben auf. Zuckerlösungen sind die klassischen Futtermittel, Zuckerteige werden vorrangig zur Königinnenaufzucht verwendet und eignen sich schlecht zur Einfütterung, da die Bienen zum Abtragen derer wesentlich länger brauchen und mehr Kraft aufwenden müssen. Flüssiges Futter lässt sich rasch in die Waben speichern und dort konservieren. Flüssiges Futter verursacht eine große Aktivität im Volk. Die Nahrungsquelle wird mit großem Eifer mitgeteilt und die Sammlerinnen stürzen los und hinaus, um die Futterquelle zu finden, die sich jedoch im eigenen Stock befindet. Damit keine großen Unruhen entstehen sollte die erste Fütterung an Tagen mit geringer Flugtätigkeit oder in der Abenddämmerung durchgeführt werden.

Blütenwiesen für die Honiggewinnung