Pheromone der Bienenkönigin

Pheromonversorgung der Bienenkönigin

Die Bienenkönigin trägt das gesamte Erbgut im Bienenvolk. Damit sichert sie auch den Zusammenhalt, die Zusammenarbeit und die Harmonie der Bienen untereinander. Die Königin ist ständig von so genannten Dienerinnen umgeben, die sie füttern, säubern, sie pflegen, sowie dauerhaft mit den Fühlern betasten. Das Betasten hat den Zweck, dass Pheromone der Königin an die Bienen weitergegeben werden. Die Pheromone geben den Bienen Aufschluss über die Verfassung der Königin und die Entwicklung des Volkes. Je mehr Pherome produziert und weitergegeben werden können, desto besser ist letztendlich der Volkszusammenhalt. Die Bienen fühlen sich durch die hohe Pheromonversorgung wohl. So kann es ebenso passieren, dass Fremdbienen durch Verfliegen oder eine gezielte Lockung in das Volk gelangen sich dort gut aufgehoben fühlen und folglich dort verbleiben.

Die eigentliche Pheromonproduktion beginnt erst mit dem Begattungsflug der Königin, jedoch auch nur an die Bienenanzahl im Volk angepasste Menge. Deshalb kann man nicht ohne weiteres eine Königin aus einem Begattungsvölkchen in ein normal großes Volk setzen. Die Pheromonproduktion der Königin müsste gesteigert werden oder der Bedarf beim Empfängervolk wäre abzusenken. Diese Verringerung des Anspruchs kann beispielsweise durch die Käfigsetzung der Königin erfolgen. Es gibt sehr unterschiedliche geeignete Zusetzkäfige, sie bieten der Königin Schutz vor so genannten Affekthandlungen der Bienen , sie sollen eine langsame Annäherung und den Austausch von Futter und Pflege ermöglichen.
Auch kann man die bisherige Königin aus dem Volk entnehmen, was jedoch bei den Bienen für Unruhe sorgt. Die Bienen merken schnell dass die Königin verschwunden ist und beginnen sie zu suchen. Nach einem Tag werden Nachschaffungszellen gebildet. Nach zehn Tagen findet sich ausschließlich verdeckelte Brut auf den Brutwaben und der Pheromonanspruch der Bienen ist auf einen sehr niedrigen Bedarf gesunken. Nun ist es möglich eine neue Königin zuzusetzen, jedoch müssen vorab alle Nachschaffungszellen herausgeschnitten oder herausgebrochen werden.
Möchte man die Pheromonerzeugung der zuzusetzenden Königin erhöhen, so bedarf es der Vergrößerung des Begattungsvölkchens oder eines Ablegers. Dies erhöt die Pheromonproduktion und auch die Legeleistung.

weiselkäfig honigkönigin im käfig