Darum sind Bienen wichtig

Warum Bienen so wichtig sind?

Honigbienen sind für das gesamte Ökosystem der Erde wichtig!

Es gibt zwar sehr viele Bienenarten und auch andere Tiere die unsere Erntepflanzen bestäuben, jedoch übernimmt einen Großteil davon die Honigbiene. Sie ist die einzige Art, die auf einem Ausflug auch immer die gleiche Blütenart anfliegt und so einen hohen Bestäubungsanteil erbringt. Dies ist bei anderen Arten nicht gegeben.

Die Bienen sorgen mit ihrem Bestäubungsverhalten für hohe Erträge, beispielsweise aus der Obst- und Rapsblüte. Ohne die Bienen würden wir nur einen Bruchteil des Ertrages erhalten können, den wir heute ernten. Dies würde zu einer mangelnden Vielfalt führen, Obstpflanzen würden verkümmern und eine Nachzucht dieser pflanzen wäre vergeblich, da eben ohne die Bestäubung wiederum kein Obstertrag stattfinden würde.

Warum sind Bienen vom Aussterben bedroht?

Seit einigen Jahren wird ein plötzliches und hohes Bienensterben beobachtet, wobei die genauen Ursachen bisher unklar erscheinen. Honigbienen sind eines der wichtigsten Nutztiere. Sie bestäuben einen Großteil der Nahrungspflanzen.

Seit 2007 berichten Imker aus aller Welt von sehr hohen Verlust an Bienenvölkern nach der Überwinterung.

Als eine Hauptursache für das Bienensterben gilt die Varroa-Milbe. Sie stammt ursprünglich aus Asien und hat sich über die ganze Welt ausgebreitet. Nur nach Australien hat sie es bisher nicht geschafft. Die Milbe heftet bzw. klammert sich an die Biene und auch deren Larven und ernährt sich von der Hämolymphe dieser, was zu weiteren Übertragungen von Krankheiten, wie etwa etlicher Viren führt. Auch ein Durchfall, der sehr ansteckend ist und die Bienen erheblich schwächt wird durch Varroa–Milben begünstigt. Hinzu kommen etliche andere Erkrankungen wie etwa ein Pilz namens Nosema schwächt die Bienenvölker oder rottet sie aus.

bienensterben - nur die imkerei kann helfen

Darum sind Bienen so wichtig:

Honigbienen bestäuben immer eine spezielle Blüten- und Pflanzenart pro Sammelflug. Da die Honigbiene in der Wildnis nicht mehr selbstständig überleben kann, ist die imkerei sehr wichtig!

Bestimmte Pflanzenschutzmittel stehen in der Diskussion schädlich für die Bienen zu sein. Die Rückstände solcher Mittel finden sich sogar im Honig wieder. Hier konnte jedoch bisher kein direkter Zusammenhang nachgewiesen werden, sofern die Mittel bestimmungsgemäß verwendet wurden. So ist es beispielsweise vorgesehen, dass solche Mittel außerhalb der Hauptflugzeit der Bienen – sprich in den Abendstunden – auf die Felder gebracht werden. Werden diese Maßnahmen nicht eingehalten, so kann man ein direktes Bienensterben beobachten, das entweder vor den Fluglöchern durch tote Bienen zu erkennen ist, oder aber die Bienen es gar nicht erst vom Ausflug bis in die Behausung zurück schaffen und bereits auf dem Weg verenden.

 

Auch Stress ist für Bienen eine große Belastung. Die Landwirtschaft produziert immer mehr größere Felder an Monokulturen. Dies ist für die Bienen nicht vielfältig genug und sie würden sich auf natürliche Weise gar nicht erst in solchen Gebieten ansiedeln. Besonders in Amerika gibt es daher Imker, die die Bienen auf große LKW verladen und sie von Monokultur zu Monokultur transportieren. Zwar wird so nach und nach eine gewisse Vielfalt gegeben, jedoch nicht dauerhaft und der Transport bedeutet enormen Stress für die Bienen. Viele Bienen sterben bereits während des Transports und die Völker werden schwächer und schwächer anstatt bis zum Herbst an Stärke dazuzugewinnen. Die Ernährung ist für die Bienen ebenfalls zu einseitig, was sie an Widerstandskraft und damit Lebenszeit einbüßen lässt. Hier steht nur noch der momentbezogene Gewinn im Vordergrund, nicht jedoch die nachhaltige Züchtung und Pflege der Bienen und deren Bedürfnissen. Ein Umdenken ist also unbedingt erforderlich, angrenzende Mischfelder und nicht zu große Monokulturen könnten hier als Lösung vorrangig angeboten werden. Wichtig ist die vermehrte Zusammenarbeit von Imkern und Bauern.

Letztendlich ist das Zusammentreffen mehrerer Faktoren als Grund für das plötzliche Massensterben der Honigbienen denkbar. Wie genau dieses Zusammenspiel gestaltet ist, wird immer noch untersucht.

Die Honigbiene als Nutztier kann ohne unsere Hilfe jedoch nicht überleben. Sie muss gepflegt werden und gegen Krankheiten sowie Schädlinge regelmäßig und gründlich, aber eben bienenschonend behandelt werden.

Es wird vermutet, dass unabhängig vom gewonnen Honig der noch hinzugerechnet werden müsste etwa ein Drittel unserer gesamten Nahrungsversorgung auf die Bestäubungsleistung der Honigbienen zurückzuführen ist.

imker leisten wertvollen beitrag zum überleben der honigbienen

Was bedeutet das Bienensterben für den Menschen?

Das Bienensterben hat für den Menschen erhebliche Folgen und führt zu Nahrungsengpässen. Steigende Bevölkerungszahlen setzen eine Grundversorgung mit Nahrung voraus, die zum jetzigen Bevölkerungszeitpunkt schon schwer zu bewältigen ist. Das Bienensterben sorgt jedoch für einen Rückgang der Ernte, da die Pflanzen nicht so zuverlässig bestäubt werden, wie von der Honigbiene. Albert Einstein sagte einmal, wenn die Biene ausgestorben wäre, hätte der Mensch noch vier Jahre zu leben und würde dann selbst aussterben.

Heute gibt es in China schon Bereiche, wo sich keine Bienen mehr ansiedeln lassen, dies hat vor allem die Luftverschmutzung dort als Ursache. Es gibt dort Menschen, die Tag für Tag Blüten sammeln und die Pflanzen per Hand bestäuben, um so noch einen Ertrag zu erzielen. Wenn man das einmal hochrechnet, ist es absehbar, dass Hungersnöte und ein letztendliches Aussterben des Menschen in einem laufenden Prozess die Folgen wären.

Wir könnten den hohen Bestäubungsanteil den die Honigbienen uns bieten, gar nicht gewährleisten.