Was braucht man zum Imkern

Was braucht man zum Imkern?

Was ist für eine Erstausstattung erforderlich?

Das erforderliche Equipment für einen Imker ist selbstverständlich nicht pauschal zu benennen. Jeder Imker entwickelt besondere Vorlieben, auch bedarf es unterschiedlicher Techniken bei den jeweiligen Haltungsformen (Klotzbeute, Bienenkiste, Dadant, Normalmaß, etc.).

Hier führe ich die Grundausstattung auf, aber bei jedem Imker wächst das Inventar mit der Anzahl der Völker und der persönlichen Erfahrung.

Imker-Grundausstattung

Zunächst einmal braucht es als allererstes die Bienenbehausungen. Dies sind so genannte Beuten. Dabei gibt es Unterschiede in der Form und der Bewirtschaftung. Eine Bewirtschaftung von Oben ist denkbar, hier handelt es sich um Magazinbeuten. Die Bewirtschaftung von hinten über so genannte Hinterbehandlungsbeuten oder aber Bienenkörbe, welche zur Durchsicht auf den Kopf gestellt werden müssen, damit man an das Bienenvolk gelangen kann. Für die Innenraumgestaltung werden Wabenrähmchen und ggf. Mittelwände für selbige benötigt. Für die Beuten selbst braucht es außerdem Deckel, Böden und Zwischenböden mit Ablaufgittern sowie natürlich Königinnenabspergitter, welche die Königin davon abhalten in die Honigräume zu gelangen. So können Brut und Honig sinnvoll getrennt werden. Wichtig ist, dass man sich in jedem Bienenstock für das gleiche System entscheidet, damit die Materialien auch untereinander getauscht und verwendet werden können. Die Wahl der richtigen Beute hängt ebenso mit der nächsten grundlegenden Sache zusammen- dem Standort. Die Bienen brauchen einen Standort an dem sie genügend Freiraum für ihre Flugwege haben, aber auch nicht im direkten Zug stehen, dies ist vor allerm bei der Überwinterung eines Bienenvolkes entscheidend und der Frage, ob das Bienenvolk kalt oder warm gestellt wird. Die Kalt- bzw. Warmstellung bezeichnet die Anordnung der Waben zum Flugloch und die Position des Fluglochs selbst.
Dass Bienen stechen, sollte jedem angehenden Imker klar sein. Je nach Verträglichkeit ist somit entsprechende Schutzkleidung erforderlich. Es gibt ganze Schutzanzüge, spezielle Bienenhüte mit Schutznetzen und einiges mehr. Weiter benötigt es einen Smoker, mit dessen Rauch die Bienen beruhigt werden, einen Abfegebesen, um die Waben bei Bedarf von den Bienen zu befreien und einzusehen. Pro Bienenstock werden dreißig bis vierzig Wabenrähmchen benötigt. Hier gibt es verschiedene Größen, empfehlenswert ist das deutsche Normalmaß. Dies ist am Üblichsten. Für die Wabeninstandsetzung braucht es Hammer, Einlötgerät, Drahtspannrolle, eine Abkneifzange sowie Holzleim. Anstatt die Waben zu Nageln, kann ein Tackern durchaus sinnvoll sein, bei Bedarf benötigt man dazu einen Holztacker. Es gibt auch die Möglichkeit fertige Waben zu kaufen, diese sind aber deutlich teurer.
Natürlich braucht es neben dem Material nun die Bienen. Hier ist die Wahl der Gattung gefragt. Am weitesten verbreitet und imkerfreundlich gezüchtet ist die Carnica. Man braucht somit Bienenvölker mit Königinnen, zu Anfang sollten die Königinnen bereits begattet sein.

Honiggewinnung durch Imkerei

Für die Honigernte wird eine Honigschleuder und ein Satz geeigneter Siebe benötigt. Außerdem ist ein Entdeckelungskamm zum Öffnen der verschlossenen Honigwaben erforderlich. Außerdem braucht man große Eimer, also Behälter, um den ausgeschleuderten Honig aufzufagen. Diese sind am Besten aus dem Bienenfachhandel zu erwerben, da sie aus lebensmittelechtem Kunststoff bestehen müssen. Ebenso wird ein Honigrührstab benötigt. Für die weitere Verarbeitung des Honigs benötigt der Imker Gläser und evtl. Plaketten, diese können vom Bienenhandel entsprechend mitden Daten des Imkers bedruckt werden und sind dann nicht mehr selbst zu beschriften, außer mit der Honigsorte.

Blütenwiesen für die Honiggewinnung