bienenschwarm fangen

Wie fängt man einen Bienenschwarm?

Soll ein Bienenschwarm eingefangen werden, so spricht man auch von Einschlagen oder Schöpfen. Das Gefäß für das Einfagen muss nach Größe des Schwarms sowie dem Schwarmsammelplatz der Bienen ausgewählt werden. Spezielle Schwarmkästen haben ein Absperrgitter mit denen sich die Königin separieren lässt. Anstatt sdpezieller Kästen lassen sich jedoch auch einfache Mittel zunächt süf das Einfagen des Schwarms verwenden, wie beispielsweise Pappkartons. Sofern der Schwarm transportiert werden muss oder länger in dem Fanggefäß verbleibt muss eine sichere Belüftung gewährleistet sein. Meistens wird der Schwarm in der Abenddämmerung in seine endgültige Behausung eingebracht. Dies ist je nach Situation anzupassen. Auch kann ein Schwarm gleich in die endgültige Unterkunft eingeschlagen werden,. sofern der Standort des Schwarms leicht zugänglich ist oder aber der Ast und Zweig, an dem der Schwarm hängt abgeschnitten werden können. Als Hilfsmittel für das Einschlagen benötigt man Wasserzerstäuber, Raucher, Besen und das Behältnis sowie ggf. weitere Werkzeuge, wie beispielsweise eine Astschere. Die Hilfsmittel werden alle griffbereit platziert. Schwarmbienen stechen wegen ihrer zumeist vollen Honigblase selten. An ungünstigen Stellen ist es jedoch sicherer mit entsprechender Schutzkleidung an den Schwarm heranzugehen. Vor dem eigentlichen Einschlagen werden die Bienen dann mit dem mitgebrachten Wasserzerstäuber benetzt, das verhindert schnellen Flug der Bienen. Der Fangbehälter wird unter den Schwarm gehalten und der Ast oder ähnliches, an dem sich der Schwarm befindet, kräftig geschüttelt. Dabei sollen sich die Bienen von ihrem bisherigen Aufenthaltsort lösen und in das Fangbehältnis fallen. Befinden sich ein Schwarm an einem dicken Baum oder einem Gegenstand so werden die Bienen einfach in das darunter gehaltene Behältnis abgefegt. Anschließend wird bis auf die Luftzufuhr bzw. das Flugloch das Behältnis schnell verschlossen und auf eine vorgesehene Unterlage gestellt. Ob die Königin mit abgefallen ist und sich in dem Auffangbehältnis befindet lässt sich leicht am Verhalten der Bienen ausmachen. Ist die Königin im Schwarmbehältnis vorhanden so werden sich die Bienen innerhalb der nächsten zehn bis zwanzig Minuten verständigen und ebenfalls im Behältnis einfinden. Je früher ein Schwarm eingefangen werden kann, desto weniger werden sich die entsprechenden Bienen um einen anderen Nistplatz zu bemühen versuchen. Jedoch darf ein Schwarm erst eingefangen werden wenn er sich vollständig an einem Ort gesammelt hat. Wichtig ist auch den Auffangbehälter zu beschatten, da sonst der Schwarm mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder ausziehen würde. Das hat den Sinn, dass der neu anzulegende Wabenbau durch große Hitze als gefährdet angesehen werden würde und somit die Unterkunft als ungeeignet für die Bienen erscheinen mag. Die Beschattung kann durch Tücher oder Äste erfolgen, wichtig ist nur das Abhalten direkter Sonneneinstrahlung.
Ein Schwarm wird endgültig meist in einer gebrauchten Beute eingesetzt. Diese muss vorab gründlich gereinigt worden sein , das heißt ausgekratzt und abgewaschen oder abgeflammt werden. Für die Beute wird ein geeigneter Platz am Heimatstandort ausgesucht. Die Schwarmbienen werden sich sofort auf den neuen Standort orientieren und prägen sich diesen ein. Logischerweise haben die Schwarmbienen ein sehr hohes Leistungspotenzial, da ihre Drüsen voll entwickelt sind und ihre Wachsdrüsen es ermöglichen den gesamten Wabenneubau zu errichten. Deshalb wird das Verhalten genutzt und die Beute fast ausschließlich mit Mittelwänden ausgestattet. In die Mitte wird ein leeres mit Drähten versehenes Rähmchen gegeben , vorzugsweise mit einem Anfangsstreifen. Von hier aus beginnen die Bienen nun mit dem Neubau nach außen hin.

Warum schwärmen Bienen?

Gründe schwärmende Bienen

Für die Bienen ist das Schwärmen ihre natürliche Art der Vermehrung. Ein Teil des bisherigen gesamten Volkes zieht mit einer neuen Königin praktisch aus und bildet einen neuen Staat. So setzen die Bienen auf Arterhaltung. Es gibt aber auch andere Gründe für das Schwärmen der Bienn. So kann zum Beispiel die Königin im Volk zu wenig Pherome bilden, was auch mit einer geringen Legeleistung einher geht. Die Bienen sind dann infolge bereit die Königin mit nur einem Rest Arbeiterinnen zurückzulassen und zur Erhaltung des Volkes mit einer neuen Königin zu arbeiten. Eventuell kann auch ein zu kleiner Wohnraum für die Entwicklung des Schwarmtriebs verantwortlich sein. Zu viele Bienen sind auf zu kleinem Raum vorhanden, es ist dann nur eine logische Folge, dass einige in eine neue Behausung umziehen wollen. Ebenso kann den Arbeitsbienen im Stock, die entwickelte Wachsdrüsen haben, in einem voll ausgebauten Stock langweilig werden. Da sie bestrebt sind, immer etwas zu tun, wird ihr Schwarmtrieb angeregt. Besondere Schwarmaktivität bzw. Schwarmzeit ist im Frühjahr gegeben. Die Ausdehnung der Brut sorgt für sehr viele Ammenbienen, die weit mehr Larven ernähren können als durch die Legetätigkeit der Königin entsteht und entstehen kann. In der Folge ist zuviel Futtersaft vorhanden, auch hier sind die Ammenbienen dann unterfordert und langweilen sich. Die einsetzende Tracht der Blüten wirkt diesem Zustand dann entgegen, die Ammenbienen verkürzen oder überspringen ihre Futterdeinstzeit und werden zu Flugbienen. Da sie wieder eine Aufgabe haben, ist der Schwarmtrieb eingedämmt.

Anzeichen für die Schwarmlust

Der Imker kann die Schwarmlust in einem Bienenstock an bestimmten Kriterien erkennen. So kann die nachlassende Baulust der Bienen ein sicheres Zeichen sein. Deshalb müssen die Baurahmen im Volk immer kontrolliert werden. Ein starker >Schwarmtrieb wird durch Bautrauben am Rahmen angezeigt, anstelle einer Drohnenwabe werden dort Schwarmzellen angesetzt. Ebenso wichtig ist das Verhätnis der Brut ansich. Wieviel offene und verdeckelte Brut steht im Verhältnis zueinander? Ist bei der Kontrolle viel offene Brut zu finden, ist die Schwarmgefahr gering, je höher das Verhältnis an verdeckelter Brut wird, desto größer ist die Gefahr des Schwärmens.

Schwarmlust bremsen – Gegenmaßnahmen bei Schwarmgefahr

Für den Imker ist das Schwärmen im Regelfall nicht wünschenswert. Trotz regelmäßiger Kontrollen kommt es in aller Regel immer wieder zum Bau von Schwarmzellen. Diese sind rechtzeitig zu erkennen und gewisse Vorkehrungen einzuleiten. Man sollte immer darauf achten, dass im Brutraum keine Enge entsteht, Baurahmen einsetzen und regelmäßig ausschneiden, Fluglochöffnung immer der Volksgröße entsprechend angepasst halten und die Jungvolkbildung durch das Entnehmen von Ablegern ggf. rechtzeitig einleiten.
Sind bereits Schwarmzellen vorhanden müssen diese herausgeschnitten oder herausgebrochen werden. Im Verlauf danach werden die Bienen mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit erneut Schwarmzellen anlegen. Auch diese müssen ca. nach 7 Tagen komplett entfernt werden, ansonsten wird der Schwarm abgehen.

Naturschwarm bei Bienen