honiggläser

Wie machen Bienen Honig?

  • Wie machen Bienen eigentlich Honig?
  • Ist Honig Bienenkotze?
  • Weshalb machen Bienen eigentlich Honig?

Der Ablauf der Honigproduktion durch Honigbienen und Imker zusammengefasst.

Honigglas

Für ein Kilogramm Honig fliegen Bienen eine Strecke, die mehrfach den Umfang der Erde entspricht.

Bienen sammeln Pollen und Nektar von verschiedensten Blüten. Doch die gesammelten Zutaten sind noch lange kein fertige Honig.

Die Flugbiene fliegt bei der Sammlung immer die gleiche Pflanzenart an, bis es von dieser nicht mehr gibt. Dadurch werden die Pflanzen innerhalb ihrer Art bestäubt und deswegen ist die Honigbiene besonders wichtig für unsere Umwelt. Die Bienen haben an ihrem Mund eine Art Strohhalm, mit dem sie den Nektar aus den Blüten aufsaugen können. In dem Honigmagen der Biene wird der Nektar durch Enzyme gespalten. Die Biene transportiert auf ihrem Sammelflug immer genau die erforderliche Menge an Honig, wie sie für den Hinflug als Energiereserve benötigt. Die Menge weiß die Honigbiene von ihrer Schwestern, da diese im Bienenstock genau sagen wo und in welcher Entfernung es lukrative Blüten gibt.

Bienen machen Honig meist von gleichen Pflanzen

Nach dem sammeln von Nektar und Pollen, würgt die Biene den Nektar wieder raus und übergibt diesen an die jungen Arbeiterbienen, welche im Inneren des Bienenstocks arbeiten. Die Pollen sammelt die Honigbiene in so genannten Pollenhöschen, welche seitlich an den Beinen der Bienen sind. Die Pollen werden mit etwas Honig aus dem Honigmagen an den Pollenhöschen befestigt.

Flugbiene auf einer Blüte

Eine Flugbiene sammelt Nektar und Pollen auf einer Blüte.

Aber wie genau machen Bienen denn nun Honig?

Während der Einlagerung des Nektars im Bienenstock, wir durch die Bienen immer etwas Speichel hinzu gegeben. Wieder wirken Enzyme auf das Zuckerspektrum des künftigen Honigs. Die Flüssigkeit wird mehrfach während des Transportes und der Einlagerung durch die Bienen aufgesogen und wieder herausgewürgt. Dadurch wird der Honig trockener und durch Belüftung, von Honigbienen innerhalb des Bienennestes weiter getrocknet. Die Bienen schlagen vor den Honigwaben mit ihren Flügeln, damit der Wassergehalt auf etwas runter 20 % sinkt. Anschließend verdeckeln die ihnen die Wabenzelle. Für den Imker ist erst nach dem verschließen der Zelle der Erntezeitpunkt gekommen. Allerdings Werden Erst am Abend die Honigwaben entnommen, da der Honig auch über Nacht noch Feuchtigkeit ziehen kann und der Honig bei über 18 % Wasseranteil noch sehr flüssig ist, außerdem wird in der Lebensmittelverordnung der Wasseranteil genau vorgeschrieben.

Die Bienen auf einer Honigwabe. Es sind Zellen mit Honigfüllung zu sehen, einige sind bereits verdeckelt.

Wie machen Imker Honig?

Für die Verarbeitung des Honigs für den Menschen, werden die Honigwaben entdeckelt. Der Imker entfernt die schützenden Wachsdeckel und stellt die Waben anschließend in eine Honigschleuder. Durch die Kraft, die durch das Schleudern auf den Honig wirkt, wird dieser aus den Waben gedrückt. Anschließend wird der Honig maschinell gerührt. Durch das Rühren kristallisiert der Honig gleichmäßig. Es handelt sich bei dem Aufrühren um eine optische Maßnahme für den Honigesser, es hat aber keinen Einfluss auf die Qualität. Um sicherzustellen, dass der Honig nicht anfängt zu gären, prüft vor dem Entfernen der Waben den Wassergehalt des Honigs mit einem Prüfgerät. Damit ein Imker Bienenhonig herstellen darf, muss er einen speziellen Honigschein machen. Schließlich produziert er ein Lebensmittel und muss dabei gewisse Kriterien und Hygienestandards beachten.

Honigernte

Der Imker entfernt die Wachsdeckel um die Wabe anschließend in die Honigschleuder zu stellen.

Warum ist Honig gesund?

Honig ist gesund und er hat sogar eine bakterienhemmende Wirkung, die schon seit zu der Zeit des ägyptischen Pharaos bekannt war. Der Honig hat diese hervorragende Eigenschaft, weil dem Nektar bei der Verarbeitung ein bestimmtes Enzym hinzugefügt wird, welches Wasserstoffperoxyd frei werden lässt. Die süße, klebrige Flüssigkeit tötet nicht nur Bakterien und Keime, sonder fördert auch die Wundheilung.

Wann wird der Honig geerntet und wofür machen die Bienen eigentlich Honig?

Der Imker kann Anfang Mai bis  Juni Honig ernten. Die Menge ist immer von der Anzahl der Tracht, also dem Sammelmöglichkeiten für die Bienen, abhängig. Es beginnt im Frühjahr mit der Obstblüte und dem Löwenzahn, hier können die Bienen besonders viel sammeln und einlagern.

Etwas später bieten der Wald und die Sommerblumen und Gräser auf den Wiesen ausreichend Angebot für die Bienen. Dieser Honig ist deutlich dunkler als der Frühtracht-Honig. Gibt es in der Umgebung der Bienen ausreichend Angebot, kann der Imker auch im August noch einmal Honig ernten.

Das Bienen lagern den Honig als Vorrat für Regentage, den Winter und als Nachwuchsfutter ein. Außerdem gibt es viele Bienen, die nur Innendienst haben und das Bienennest in der Zeit nicht verlassen. Auch die Bienenkönigin verlässt das Zuhause nicht, sondern legt kontinuierlich Eier. Die Bienen sammeln den Honig also, damit sie immer ausreichend Nahrung haben. Wenn der Imker den Honig entnimmt, muss er entweder ausreichend Honig für den Winter da lassen oder mit anderem Futterangebot nachhelfen. Viele Imker füttern Zuckerwasser, andere einen speziellen Futterteig aus dem Imkerfachhandel. Futterteig besteht aus Puderzucker und Honig.